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Donnerstag, 29. Juli 2010

Prometheus' Erben (Teil 7 von 7)

Giebken versuchte den Zusammenhang zu verstehen. Sie erzählte, wie sie wartete, bis Erwin die Kirche verlassen hatte, um dann den Pfarrer in die Garage zu locken. Mit einem mit Diethylether getränkten Tuch drückte sie den Pfarrer mit viel Wut in seinen Fahrersitz, Schlauch rein und Motor an. Dass Fingerabdrücke von Erwin drauf waren, wusste sie nicht, das war Zufall. Erwin hatte neulich beim Aufräumen der Garage geholfen. Sie hatte Handschuhe. Und sie wollte ihren Ruf wieder herstellen. Ein Hauch von Lavendel war Giebken in der Garage aufgefallen und die Kopie der Beerdigungsrede für Herrn Schmidt – ein leerer Zetttel. Es gab keine Rede, nicht für den Mann der alten Dame. Schweigend steckte Giebken Erwins Brief ein. Er würde ihn Nele geben.
Die alte Dame hatte ihre Fesseln für einen kurzen Moment gelöst, was Prometheus nie gelungen war. Nun wartete der Abgrund auf sie, in dessen Bann sich Erwin bereits befand.