Paul hatte sich einen weiteren Plan zurechtgelegt, falls es nicht geklappt hätte. Er hätte ganz einfach in die Trickkiste gegriffen und die Mega-Wurst in das Nachbar-Internet vom Nachbaruniversum gelenkt. Aber was, wenn deren Postbote ein „Zurück zum Absender“ draufgeschrieben hätte und zwar in dem Moment höchster Entropie, dann wenn nämlich alle User gleichzeitig sich im Internet aufhalten, und der andere Postbote mit unschuldigem Hundeblick gesagt hätte, dass er nicht in der 14, sondern in der 12 lebt? Und dann hätte es Puff! gemacht. Aber zum Glück war es ja anders gekommen.
Der Clown lächelt. Falls hier nichts mehr gehen würde, würde er weiterziehen. Einfach ins nächste Internet-Universum.
Florence fragt Paul, ob er wohl denke, dass diese virtuelle sozialen Netzwerke zu mehr Vereinzelung oder zu mehr Gemeinschaft führen würden. Zuerst bekommt sie ein kritisches Augenbrauenanheben als Antwort, dann sagt er:„In Wirklichkeit ist alles nur ein Spiel. Homo ludens. Der Mensch spielt gerne. Und dieses Rumgeklicke ist ein Spiel.“ Florence beginnt zu verstehen. Facebook und twitter spielen immer noch auf der wikipedia-Wiese Ball. Sie hören gar nicht zu, was ihr virtueller Vater sagt. Ist es vielleicht besser so?
Schatz schlürft geräuschvoll an seinem kalten Kaffee. Er wirft mir geheimnisvolle Blicke zu. Ich weiß, ich soll jetzt endlich aufhören mit der Schreiberei. Und ich soll endlich so aussehen wie Florence. Schatz sitzt im beigefarbenen Korbflechtstuhl, er trägt immer noch seine Dienstkleidung, d.h. eine dunkelblaue Cargohose mit postgelb-dunkelblauem Poloshirt. Ein Hörnchen ziert den Rücken des Polo-Shirts. Er überfliegt meinen Essay und kommentiert ihn mit einem süffisantem Lächeln. „Baby, das ist wie beim S*x, da muss ich auch nicht alles verstehen.“
Ich glaube, ich habe es mir nicht eingebildet. Haben Sie es nicht auch gehört? Ich habe gehört, wie Florence laut aufstöhnte. Sie ruft mir deutlich zu:“Das nächste Universum, bitte!“ Dieses ist ihr wohl zu anstrengend.
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