Kapitel3: Woran erkenne ich einen Engel?
Meine Hände zittern. Mir ist so kalt. Ich wiederhole den Refrain immer wieder. Meine Mission ist so nah. Was war das? Ich wende meinen Kopf. Oh, ich kann ihn kaum bewegen. Jede Bewegung schmerzt, wenn man müde ist. Diese Müdigkeit, wann wird sie gehen?
Ich bin so erstaunt. Es ist ein kleines Mädchen mit brünettem Haar, zu zwei Zöpfen geflochten. Ihre blauen Augen leuchten. Ein Licht von ungeahnter Intensität. Ich halte eine Hand vor meine Augen. Sie blendet mich, ihre Reinheit. Die Reinheit ihres Wesens.
„Ich sehe dich oft.“, sagt sie. Ich nicke. Das geht so schwer, aber ich mache es. „Doofes Wetter“, entgegne ich. Und bereue die Worte, in dem Moment, in dem ich sie ausgesprochen habe.
Sie deutet mit ausgestrecktem Arm zu dem Haus. „Ich habe gesehen, wie du ihn erschreckt hast.“ Ich nicke, weil ich nicht weiß, was ich sagen soll. Sie lächelt mich an. Mit dem Lächeln eines Engels. „Weißt du was?“ Eine kurze Pause entsteht. Ich bekomme ein Gefühl von Ewigkeit. „Nein.“, sage ich. Das kleine Mädchen verlagert unruhig ihr Gewicht von einem Bein aufs andere. „Ich weiß, warum du das machst.“
Es berührt die innere Schale meines Seins. Ich fühle Licht. Und Wärme auf meiner Haut. Obwohl es regnet. Mein Herz. Was ist nur los?
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